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SkateMunich! goes LeMans 2011 Drucken E-Mail
  

24Rollers Rennen auf dem Le Mans Bugatti Circuit

Drei Endurance (5er) Teams und ein Duo in Frankreich

Nach „viva la france“ war den meisten Skatern, die gegen 05:00h am Freitagmorgen am zentralen Busbahnhof München ankamen, noch nicht zumute. So verliefen die Begrüßung und das Einladen des Busses eher ruhig. Die Fahrt nach Karlsruhe, DUNLOP Hügel Le Manswo weitere Skater zustiegen, wurde dann auch zur Reduzierung des Schlafdefizits genutzt. In Karlsruhe angekommen wurde die Stimmung dann schon freudiger, als die ersten aus den Vorjahren bekannten Gesichter begrüßt werden konnten. Für mich als Neuling ein gutes Gefühl, schien die Teilnahme am Rennen in Le Mans doch eher ein Suchtverhalten bei den Teilnehmern auszulösen, als ein „einmal und nie wieder“. Die beeindruckende Anzahl der Teilnehmer, die schon öfter dabei waren, sprach in jedem Fall dafür. Weiter ging es über Paris direkt in Richtung Le Mans. Dann waren wir da! Camping mit direktem Blick auf die Strecke. Mein Magen zog sich zusammen. Mir ging  ununterbrochen durch den Kopf: War ich wirklich über 15 Std. und über 1000km mit dem Bus gefahren, um bei dieser unglaublichen Hitze stundenlang Kilometer für Kilometer um die Runde zu fahren? Natürlich! Auf jeden Fall und nicht zum letzen Mal!

Aber das wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.....

Die abendliche Begrüßung auf dem Zeltplatz durch die große TNS Frankfurt Skatergemeinschaft war sehr freundlich und wir waren froh, direkt in die vorhandene Infrastruktur „einsteigen“ zu können. Platz für die Zelte war reserviert und es gab Essen und gekühlte Getränke. Die Müdigkeit kam schnell und mein Schlaf war trotz hartem Zeltboden tief und fest.

SkateMunich! in TrachtNach dem gemeinsamen Frühstück ging es am Samstagmorgen zur Parade und damit zum ersten Mal auf die Rennstrecke. SkateMunich! ging dem Anlass und der Herkunft unseres Vereins entsprechend in feinem Zwirn, sprich mit Dirndl und Lederhosen auf die Erkundungsrunde. Vor allem unseren Damen im Team hat das bayrische Traditionsoutfit übrigens zu einer weltweiten Bekanntheit per Foto verholfen. Zum ersten Mal ging es den Dunlop Hügel hoch und wieder runter. Es war mit Sicherheit die endspannteste Runde. Die Anfahrt auf den Dunlop Hügel ist sicherlich die Schlüsselstelle des Circuit de Le Mans. Für mich und viele tausend andere Flachpistenskater gilt dies ganz besonders.

Um 16:00h war es dann soweit. Unter dem begeisterten Applaus von mehreren tausend Teilnehmern und Zuschauern rannten die Startläufer aller Teams über die Strecke, um sich die dort liegenden Skates zu schnappen und auf die ersten beiden Runden zu gehen. Wir fragten uns natürlich, ob jeder seine eigenen gefunden hat. Haben aber auch später nichts anderes gehört. Die Reihenfolge wurde vorher in einem 300m Sprint ermittelt, war aber nach dem fliegenden Start bereits wieder Makulatur. Nicht jeder schnelle Fahrer kann auch seine Skates schnell anziehen. Unsere Münchener 5er Teams starteten alle mit der gleichen Strategie. Am Anfang fuhr jedes Teammitglied immer eine Runde, um sich an die Strecke zu gewöhnen und möglichst viel Rennluft zu schnuppern. Ich kann vorweg nehmen; egal ob Neuling oder Wiederholungstäter: nach der ersten Runde hatte uns alle die Magie des Rennens voll im Griff und Adrenalin den Körper umfangreich versorgt. In den Stunden danach wechselten wir auf längere Intervalle, um den nicht fahrenden Teammitgliedern längere Ruhepausen zu ermöglichen. Der Kampf gegen die Uhr und die Müdigkeit begann. Runde um Runde kämpften wir uns den Dunlop Hügel mit schweren Beinen hinauf, um auf der anderen Seite mit einer tollen schnellen Abfahrt und einer flotten Rennrunde belohnt zu werden. Wir waren uns alle einig: Wenn du im Ziel ankommst, hast du den Hügel bereits vergessen und freust dich schon auf die nächste Runde. Und zwischendurch immer wieder trinken, trinken, trinken und natürlich essen: Eiweißriegel, Bananen, Nudeln, usw. Konzept und Strategie hin oder her. Natürlich sahen wir die 24 Std. alle als Herausforderung an, aber wir waren uns alle einig: Die wahren Helden unserer SkateMunich Delegation waren  unsere beiden DUO Fahrer Klaus und Rudi, die die kompletten 24Std. abwechselnd auf der Piste verbrachten. Mit einem fantastischen 7. Platz in Ihrer Wertungsklasse konnten sie Ihr Können unter Beweis stellen. Nach 24Std.und etwas mehr war es dann tatsächlich geschafft. Alle SkateMunich! Teams haben

Rudi ging mit Klaus als DUO an den Startdas Rennen erfolgreich und sturzfrei beendet. Die Schlussläufer aller Teams fuhren gemeinsam auf die Abschlussrunde und durchs Ziel. Natürlich waren wir alle erschöpft, aber ganz klar stand die Freude über das Erreichte im Vordergrund.

Nach dem großen Finale ging es dann zurück zum Zeltplatz. Zelte und Klamotten eingepackt und schon ging es mit dem Bus in die City nach Le Mans ins Hotel. Unglaublich dieses Gefühl einer erfrischenden Dusche. Schnell noch ein sauberes Shirt an und ab zum Abendessen. Endlich keine Isodrinks und Energieriegel mehr. Nach dem Buffet genossen wir noch lange das warme Wetter, bevor wir nach 2 Tagen auf hartem Zeltboden erst müde in unsere Betten und dann in einen Tiefschlaf fielen.

Die Rückfahrt im Bus nach München war dann zwar wieder recht lang, aber die gute Stimmung nach dem erfolgreichen Rennen machte die Fahrt sehr kurzweilig. Am Montagabend gegen 23:00h war unser Abenteuer Le Mans 2011 dann vorerst zu Ende. In Erinnerung wird es wird es allen Teilnehmern aber auf jedTNS und SkateMunich! nach dem Rennenen Fall bleiben und der Gedanke an diesen verdammten Hügel lässt mich schon wieder ein wenig lächeln.
Le Mans 2012 kann kommen.

 

 

 

Text: Thorsten Polte

Danke an Frank Räcker für die tollen Fotos

Danke an das TNS Team für die gesamte Organisation

 

 

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